Kirche St. Markus

Im Sommer 2016 wurde der Kirchplatz vor der St. Markuskirche neu gestaltet. Handlungsbedarf entstand durch Wassereindringung ins Klostergebäude, sowie die desolate Dach- und Regenwasserentwässerung der Kirche.
Der Treppenaufgang von der Brandgasse wurde ebenfalls erneuert und erhielt eine Kinderwagenspur.
Barrierefrei ist jetzt auch der Eingang zur St. Markuskirche.
2017 erhält der Kirchplatz noch eine Sitzgelegenheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Historisches

In der Pfarrchronik aus dem Jahr 1831 wird die auf einem Fensterstock befindliche Jahreszahl 1587 als Erbauungsjahr angegeben. Dort wird auch mit einem Zitat aus dem Verfasser offenbar vorliegenden Notizen eines Pfarrers Schenk belegt, in den Jahren 1732 und 1733 sei diese Kirche mit großem Aufwand renoviert worden. Im neuen Jahrhundert war die alte Kirche offenbar zu klein geworden, sodass im Protokoll der Sitzung des Kirchenstiftungsrats vom 06. Januar 1834 festgehalten wird: „Der Bau einer neuen Kirche wird besprochen und vorläufig für nothwendig anerkannt.“ Am Sonntag, 29. März 1835 wurde nach der feierlichen Vesper das Allerheiligste aus der Kirche „in den Bethsaal im Klostergebäude“ übertragen. Dort fanden von jetzt an die Messen statt, lediglich der feierliche 9-Uhr-Gottesdienst am Sonntag wurde bei günstiger Witterung auf Loreto abgehalten. Die Nachmittagsandacht an den Sonntagen sollten die Familien zu Hause halten. Vermutlich wurde unmittelbar darauf die alte Kirche abgebrochen. 1862 schreibt der Pfarrverweser Knoll in der Chronik darüber: "Dabei war man so thöricht, alle Heiligenbilder, Stationen-Tafeln und dergleichen samt den Altären zu verkaufen, und so vandalisch aufgeräumt, daß nicht einmal ein Kruzifix für die neuen Altäre übrig blieb." Tatsächlich sind von der alten Ausstattung in der Kirche selbst nur noch die Figuren von Johannes dem Täufer und Markus sowie der Taufstein von 1705 zu finden.Die Grundsteinlegung für den Neubau erfolgte am 18. Mai 1835 und bereits am 11. November konnte dort eingezogen werden. Die Ausstattung begann mit der Bemalung der Decke durch den Maler Kaltenmark aus Rottenburg. Die Orgel hatte der Orgelbauer Klingler aus Hardt zu erstellen, wobei es sich um eine Vergrößerung der früheren Orgel handelte. Kanzel und Altäre waren sehr dürftig ausgestattet. Am Mittwoch, 18. Oktober 1837 fand schließlich die Weihe der nun schon fast zwei Jahre benutzten Kirche durch Bischof Johann Baptist Keller statt in Verbindung mit der Firmung für die Kinder aus Binsdorf, Erlaheim und Geislingen.Ca. zwanzig Jahre später beauftrage der Stiftungsrat den Kunstmaler Karl Casper mit der Bemalung des Kirchenschiffs. 

Der schadhafte Kirchturm wurde im Jahr 1886 abgerissen und am 14. Juli 1886 mit dem Neubau begonnen. Die Vollendung am 9. November 1886 wurde mit der Weihe und einer neu angeschafften Glocke gefeiert.

Die nächste Innenrenovation begann 1940 und konnte erst 1949 fortgeführt werden. Weitere Arbeiten wie die Neudeckung des Kirchendaches folgten unter Federführung des neuen Pfarrers Theodor Streble. Zur weiteren Gestaltung des Innenraums begann der Kunstmaler Edzard Seeger aus Freiburg im September 1957 mit der Ausmalung des Chores: ein momunentales Gemälde mit dem auferstandenen Christus in der Mitte, ihm zur Seite die Evangelisten Markus und Johannes des Täufers. Im September 1959 erfolgte die Weihe der neuen Orgel von der Firma Stehle aus Bittelbronn.

Der Zahn der Zeit machte im Jahr 1992 eine weitere Innenrenovation notwendig. Nach der Abendmesse am 27. April wird das Allerheiligste ins Markusheim übertragen. Erneuerung der Elektroinstallation und des Fussbodens, Neuaufstellung eines Altares und Ambo, und die Wiedereinbringung der drei Altartafeln waren die Hauptaufgaben dieser Renovation. Weihbischof Bernhard Rieger weihte am 17. Januar 1993 den neuen Zelebrationsaltar in einem festlichen Gottesdienst ein.