Glocken


Kirchenglocken St. Markus

Laut Kirchenchronik trug der Kirchturm ursprünglich 4 Glocken, von diesen sind dem ersten Weltkrieg 1914/18 die beiden mittleren Glocken zum Opfer gefallen. Im Jahre 1924 lieferte die Gießerei G.Grüninger-Söhne aus Villingen zwei Glocken. Eine davon mit 81 cm Durchmesser und der Stimmung h stifteten einige nach Amerika ausgewanderte Binsdorfer Bürger mit der Inschrift: „Salve“ Ein Friedensgruß von Binsdorfs Söhnen und Töchtern aus Amerika. Die zweite beschaffte Glocke mit 89 cm Durchmesser trug die Inschrift: „Te deum laudamus, dem Kriege geopfert, dem Frieden geweiht“ – sie erhielt die Bezeichnung „Friedensglocke“. Am 11. Juli 1924 wurden beide Bronceglocken in den Turm aufgezogen; die feierliche Glockenweihe fand dagegen erst am 20. Juli 1924 statt. Von 1924 war demnach folgendes Geläut vorhanden: Durchmesser 71 cm – Stimmung cis – Glockengießer Heinrich Glockners – Herstellungsjahr vermutlich 1410 Durchmesser 107 cm – Stimmung fis – Glockengießer unbekannt – Herstellungsjahr vermutlich 1520 Durchmesser 81 cm – Stimmung h – Glockengießer G.Grüninger-Söhne, Villingen – Herstellungsjahr 1924 Durchmesser 89 cm – Stimmung a – Glockengießer G.Grüninger-Söhne, Villingen – Herstellungsjahr 1924

1942 Für Rüstungszwecke mussten die drei größten Glocken abgeliefert werden und wurden am 14. Januar 1942 abgehängt.

Festliche Glockenweihe

Festliche Glockenweihe am Sonntag, 06. Mai 1951    Bereits am Ortseingang hatten sich  Vertreter der Pfarr- und Stadtgemeinde, Männergesangverein, Stadtkapelle, die Jugend mit Banner und ein Großteil der Bevölkerung versammelt. Unter dem Glockengeläut der einzigen Glocke und den Klängen der Stadtkapelle wurde das Gefährt mit den blumengeschmückten neuen Glocken zur Kirche begleitet, wo ihre Ankunft mit Liedern des Männergesangvereins, des Kirchenchors und Gemeindemitgliedern empfangen und gefeiert wurde. Abends weihte Prälat Domkapitular Sedlmaier in der feierlich geschmückten Pfarrkirche St. Markus mit Waschung, Salbung und Besprengung der drei neuen Glocken mit Weihrauch. Kirchenstiftungsrat, Bürgermeister und Gemeinderat waren als Gäste im Chorraum vertreten und die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die größte Glocke (Durchmesser 1.080 cm) – die Fis-Glocke ist der Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht und trägt die Inschrift „Gepriesen bist Du, o Herr, in den Höhen des Himmels, im hl. Jahr 1950 gestiftet von der Stadtgemeinde Binsdorf“.Ihre kleinere Schwester (Durchmesser 900 cm) ist die Marienglocke, die A-Glocke: „Alle Tages sing und sage Lob der Himmelskönigin“. Gestiftet von der Pfarrgemeinde Binsdorf im Hinblick auf die Dogmatisierung der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel.  Die dritte und kleinste Schwester (Durchmesser 800 cm) ist die dem Schutzpatron unserer Kirche geweihte Markus-Glocke - h - mit der Inschrift: „Sei du unser Schutzpatron bei des allerhöchsten Thron“, gestiftet als Treuegruß von Binsdorfs Söhnen und Töchtern in Amerika. Glockengießer Gebrüder Bachert

Die fünfte Glocke (Durchmesser 600 cm) - e - wurde noch im Jahr 1951 gestiftet von der Familie Dr. Anton Denk aus Dankbarkeit für die Genesung ihres Sohnes Martin.