Kaiserwetter und Musik

machten den jährlichen Ausflug für die Senioren/innen der Gesamtstadt Geislingen zu einem unvergesslichen Tag

Freudig begrüßten die Franziskanerinnen des Klosters Heiligenbronn, Schwester Agnes und Schwester Magdalena, die 107 "Wallfahrer" aus Geislingen, Erlaheim und Binsdorf. "Eine so große Gruppe konnten wir schon lange nicht mehr begrüßen, aber sie haben ja auch gute Beziehungen zu unserer Einrichtung."

Seit dem 14. Jahrhundert gibt es am heutigen Standort des Klosters Heiligenbronn eine der Legende nach heilbringende Quelle, die bald zum Wallfahrtsort wurde. Mitte des 15. Jahrhunderts entstand eine Marienkapelle, später wurde ein Pilgerhaus errichtet. Franziskaner errichteten ein Hospiz. Nach zwei Pestepidemien und abnehmenden Wallfahrern zogen sich die Franziskaner um 1532 wieder nach Villingen zurück. Erst 1850 erhielt der Ort wieder eine geistliche Leitung. Mitte 1855 kam mit David Fuchs der erste Vikar nach Heiligenbronn. Er war es, der ein Waisenhaus errichtete. Später wurden auch gehörlose und blinde Kinder zur Pflege aufgenommen. Die Betreuung übernahmen die Franziskanerinnen. Es entwickelte sich ein großes Zentrum, in dem im Jahr 1900 bis zu 400 Personen lebten. Da die Anforderungen an die Pflege ständig stiegen, die Zahl der Schwestern aber abnahm, wurde auf Initiative der Franziskanerinnen im Jahr 1991 die Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn ins Leben gerufen, die bis heute als Träger der Behindertenhilfe die Aufgaben des Klosters fortführt und ebenfalls Träger des Altenzentrum St. Martin in Geislingen ist.

Die Senioren und Seniorinnen unserer Stadt fühlten sich gut aufgenommen und wurden im Elisabeth-Glöckler-Haus bestens mit Kaffee und Kuchen versorgt.
Bürgermeister Schmid freute sich über das große Interesse und die vielen Teilnehmer und nutzte die Zeit zum Gespräch und Austausch. Überraschungsgast war Pfr. Werner, der von 1973 bis 1990 der leitender Pfarrer in Geislingen war. Als Pensionär und wohnhaft in Aichhalden ist er immer wieder in Heiligenbronn anzutreffen und ließ es sich deshalb auch nicht nehmen, seinen Geislingern Grüß Gott zu sagen.

Das Kloster Heiligenbronn ist ein weitläufiges Gelände. Die Zeit verstrich wie im Fluge. Bei strahlendem Sonnenschein war der Sinnespark sehr beliebt, Klosterladen und Gnadenkapelle wurden besucht. Nachdem in der St. Galluskirche Sr. Agnes die Entstehung von Heiligenbronn, die Entwicklung zur Stiftung und die vielfältigen Aufgaben erklärt hatte, feierten alle zusammen mit Pater Augusty einen Gottesdienst. Gut gelaunt stieg man in den Bus ein und fuhr weiter nach Irslingen ins Gasthaus Rössle. Bei einem gemeinsamen Abendessen und gemeinsamen Singen mit den Musikanten Uli Ott und Günther Schäfer ließ man den Tag fröhlich ausklingen.